x

x

Fütterung

Ich trenne meine Königspython’s bei jeder Fütterung. So kann es nicht zu einem verbiss    mit Verletzungen untereinander kommen. Ich separiere meine Königspython, indem ich sie    in Futterbox 120 x 90 x 80 cm lege und sie dort das lebende Beute Tier jagen und schlagen lasse. Durch diesen Vorgang habe ich auch jede Fütterung 100% unter Kontrolle und kann auch eingreifen sollte das Futtertier die Schlange verletzen. Ich Füttere meine Tiere nie vor 2200 Uhr.

Vor dem verfüttern setze ich das Futtertier in einem dafür vorgesehenen Bereich unter dem Terrarium. Dieses Futtertier verweilt dort für 1-2 Tage und wird mit Wasser, Futter (frischem Obst) versorgt. Durch diesen Standort des Futtertiers kann die Schlange es wahrnehmen  und wird aktive. Also wie in der Natur geht die Schlange auf Futtersuche und ist dadurch etwas mehr in Bewegung, was der Schlange bestimmt nicht schadet…….

Die Fütterung von lebendem oder totem Futtertier bleibt jedem selbst überlassen. Man sollte aber berücksichtigen dass die Schlangen beim Beuteschlag die Produktion von Verdauungssäften anregen und einleiten.

Schlangen sind Fleischfresser, doch jeder ist ein Spezialist in dem was er frisst, von Insekt  bis zur Antilope und fast alles dazwischen. auf jeden Fall, alles was sie packen und vertilgen können. Jede Schlange hat ihre eigene Jagdtaktik vom Vorort lauern, bis zur aktiven Jagd.

Die Beute wird ueber die Waermesinnesorgane (Labialgruben) und dem Jacobson-Organ  geortet und erkannt .Das Beutetier wird von den Schlangen auf zwei Arten abgetötet,    bevor es verzehrt wird. Entweder durch Gift (bei Giftschlangen) oder durch erwürgen (Würgeschlange wie der Python).

Und noch eins haben Schlangen gemeinsam, sie können nicht ein Stückchen von ihrem Beutetier abbeißen, nein alles muss rein, auf einmal.

         

Nahrung des Python regius

Königspython ernähren sich ausschließlich von kleinen Vögeln und Säugern. Die Männchen ernähren sich zu 70 % von Vögeln und 30% von Säuger. Bei Weibchen genau umgekehrt. Untersuchungen ergaben dass Tieren unter 70 cm Länge, fast ausschließlich Nestjungen   und flüggen Vögel in ihrem Verdauungstrack hatten, dies hat wahrscheinlich etwas mit ihrem Gewicht und somit ihrer Kletterkünste zu tun. Bei Schlangen über 100 cm Länge, wurde fast ausschließlich Säuger nachgewiesen. In der freien Wildbahn erbeutet der Python alles was er überwältigen kann. Hat der Python Zugestoßen und mit den Zähen gepackt, erdrosselt er es mit einen bis zwei Körperschlingen. Dabei wird normalerweise das Beutetier nicht  zerquetscht, sondern durch das Engerziehen der Körperschlingen bei jedem ausatmen des Beutetier,  erstickt.

Einige Futtertier des Python regius

Königspython (adulte), Wildfänge (WF) sind in Gefangenschaft des Öfteren nur schwer zur Futteraufnahme zu bewegen. Er ist als Nahrungsverweiger bekannt, und könnte sich ohne weiteres zu Tode hungern. Python Jungtiere fressen meistens alles was ihnen angebotene wird. Diese Schlangen können trotzdem schnell zum Futterverweigerer werde. Und dies   auch, aus anderen Gründen. Ich hatte meine Schlangen am Anfang mit lebenden Mäusen gefüttert, bis eines Tages Electra das Beutetier ignorierte. Also habe ich eine Fütterung bei  ihr Ausgesetz. Hatte damals gedacht, na wenn du Hunger bekommst wirst du schon bei    der nächsten Fütterung gut hinlangen.

Ich sollte mich täuschen. Meine beiden anderen haben wie immer, in Null Komma nichts das Beutetier geschlagen und gefressen, nur Electra nicht. So ging das für 183 Tage, langsam aber sicher machte sich bei mir Panik breit. Ich, der so viele Bücher über Python, Königspython gelesen hatte, hatte was übersehen. Und so war es auch, Schlangen sind   zum Teil Futterspezialisten und zum anderen können sie ihre Zuneigung zu bestimmte Futtertiere von einem Tag auf den anderen ändern. So war es auch mit Electra. Ich los und neue Futtertiere gekauft aber diesmal Ratten. Und schau einer an, ich musste sie noch nicht mal bitten, 1, 2, 3, un ddie Ratte war weg. Das ging mir noch ein paarmal mit ihr so, nur diesmal musste sie nicht 180 Tage warten.

Etwas hungern schadet der Schlange nicht, in der Natur erbeuten sie ja auch nicht  regelmäßig ein Beutetier. Es kann immer mal vorkommen dass eine Python zwei bis drei Monate nicht anrührt, nur sollte man darauf achten das sie nicht rapide an Gewicht abnehmen. Von einem Bekannten weis ich, dessen Königspython hat 346 Tage nicht gefressen. Der Python hatte in diesem Zeitraum seine Aktivität zurück geschraubt und   somit auch so gut wie keine Energie verbraucht und Gewicht verloren.

Deshalb eine abwechslungsreiche, artgerechte Ernährung, wenn es die Tiere wollen, wenn nicht, bekommen sie Tag ein Tag aus ihre Lieblingsfutter. Wenn wir schon vom Fressen reden, das Trink- und Wassergefäße zum Baden sind genauso wichtig. Das Trink und Badegefäße sollten aus leichtem zu Reinigung Material sein. Das Badebecken, sollte nicht extrem tiefer sein als der Schlangenkörper Durchmesser. Ein und Ausstieghilfe sollte vorhanden sein. Es ist darauf zu achten das das Trink- und Badegefäß immer frisch ist.

Dieses sind Standardangaben, man sollt immer berücksichtigen dass jedes Tier auch andere Zeiten und Futtermengen in Anspruch nehmen kann. Ich persönlich füttere immer nach dem die Schlangen ihren Kot abgesetzt hat. Und dies nicht nach einem festen Zeitschema. Da die Schlange in der Natur ja auch nicht immer regelmäßig und pünktlich einen gedeckten Tisch vorfindet. Man sollte es vermeiden Schlangen in der Zeit der Häutungsphase zu füttern. Da diese eine doppelte Belastung für das Tier wär. Allein die Nahrungsverdauung nicht schon einen große körperliche Aktivität der Schlange im Anspruch. Eine Schlange verdaut ein  ganzes Kaninchen in ca. 4–5 Tagen (natürlich nicht der Python regius). Dies ist dadurch möglich, da maßgeblich beteiligten Organe (Magen, Darm und Leber) während der   Verdauung um das Dreifache anwachsen. Die Verdauung ist ein aufwändiger Prozess, fast   die Hälfte der aufgenommen Kalorien werden schon während dem Verdauungsvorganges verbraucht.

Berichte zu folge hatte eine Netzpython eine Krokodil erlegt und ein anderer sogar  ein halbwüchsiges Nilpferd. Im Mägen und Kotproben des Königspython wurden Taube, Graupapagei, andere Vögel, Ölpalmenhörnchen, Wimperspitzmaus, Urwaldgalago, Gambia-Riesenhamsterratte, Braunes Langohr, Flughunde und andere Säugetiere nachgewiesen.